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Eisenmangel und Ältere

Herausforderungen für die Gesundheit

„Mit dem Alter kommen die Probleme“: Diese Weisheit muss aber nicht pauschal auf alle Senioren zutreffen, denn wer sich - nicht erst im Alter - gesund ernährt und sich viel bewegt, hat grundsätzlich seltener mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen. Dennoch haben nur wenige Ältere das Glück, ganz frei von Einschränkungen zu sein. Ein mittlerweise bekanntes Phänomen ist zum Beispiel Eisenmangel, welcher bei Senioren häufig auftritt.

Eisenmangel im Alter – eher eine Frage der Umstände

Eisenmangel kann durch eine falsche Ernährung im Alter entstehen. Viele Senioren ernähren sich relativ nährstoffarm und verzichten – häufig aufgrund von Kaubeschwerden - vor allem auf Fleisch. Damit steht das gut aufzunehmende, sog. 2-wertige Häm-Eisen für viele Ältere nicht in ausreichendem Maße zur Verfügung. Das Vermeiden von Fleisch aufgrund von Kaubeschwerden ist nachvollziehbar, könnte aber im einfachsten Fall durch eine Umstellung der Ernährungsgewohnheiten kompensiert werden. Allerdings zeigen sich ältere Menschen leider oftmals ablehnend gegenüber Änderungen solcher Ernährungsgewohnheiten, nach dem Motto: was der Bauer nicht kennt, das isst er nicht.

Eisenmangel im dritten Lebensabschnitt ist aber nicht immer auf falsche Ernährung oder einen Nährstoffmangel zurückzuführen. Ursache können auch krankhafte Veränderungen im Magen-Darm-Trakt sein, die eine ausreichende Eisenaufnahme behindern. Ein Eisenmangel ist hier quasi ein Warnsignal für mögliche innere Blutungen, die vom Arzt unbedingt abgeklärt werden sollten. Geschwüre in Magen, Darm und Speiseröhre können dafür ebenso Auslöser sein wie Hämorrhoiden, entzündliche Darmerkrankungen oder auch die Einnahme blutverdünnender Medikamente wie Aspirin. Eine daraus resultierende Eisenmangel-Anämie kann dann dazu führen, dass man sich schlapp, schwindelig und verwirrt fühlt. Häufig kommen bei älteren Patienten auch Eisenmangel Symptome wie Kurzatmigkeit und das bekannte Phänomen ‚Mir wird schwarz-vor-den-Augen‘ hinzu.

Bei Älteren wird Eisenmangel noch immer unterschätzt

Obwohl bei gesunden Älteren kein erhöhter Eisenbedarf besteht, ist das Risiko für eine unzureichende Ernährung bei älteren Menschen höher als bei jüngeren Erwachsenen.
Gründe dafür können physische, soziale oder emotionale Probleme wie Appetitmangel und Kauprobleme sein oder Einschränkungen beim Kauf, bei der Zubereitung oder beim Verzehr einer adäquaten Ernährung.

Vor folgendem Hintergrund wird davon ausgegangen, dass die Häufigkeit von Eisenmangel bei Älteren unterschätzt wird

  • Im Alter sind häufiger chronische Erkrankungen festzustellen, die Eisenverwertungsstörungen bedingen und oft entzündungsbedingt hohe Eisenspeicher vortäuschen.
  • Ältere stehen häufiger als Jüngere unter Multimedikation, insbesondere auch mit blutverdünnenden Mitteln, die Appetitverlust, Eisenaufnahmestörungen und versteckte Blutverluste verursachen kann.
  • Im späteren Lebensabschnitt kommen öfter als davor weitere Ursachen für Blutarmut zum Tragen, wie z.B. ein Mangel an Folsäure- und/oder Vitamin-B12, die einen Eisenmangel kaschieren können.

Auf jeden Fall stellt aus o.g. Gründen ein Eisenmangel mit und ohne Anämie im Alter ein Symptom dar, das unbedingt Anlass für eine sorgfältige Abklärung der Ursache(n) sein sollte. Typische Befunde bei der Endoskopie (Darmspiegelung) können z.B. Angiodysplasien (altgriechisch: „krankhafte Gefäßumformungen“) vor allem im Dickdarm, Tumore, Zwerchfellbruch, „Wassermelonen”-Magen oder Magengeschwüre/-entzündungen sein, die alle zu akuten oder chronischen Blut(=Eisen)verlusten im Magen-Darm-Trakt führen können.31

Eisenmangel im Alter - oft schlecht toleriert

Ein schwerer Eisenmangel mit Anämie wird von Älteren oft schlechter toleriert als von jungen, meist organgesunden Patienten. Von Bedeutung scheint hier v.a. die unter einem Eisenmangel herabgesetzte Immunfunktion zu sein. Nicht selten verschlechtert ein Eisenmangel das Beschwerdebild einer Grunderkrankung. Bei schlechter Herzfunktion z.B. kann schon ein mittelgradiger Eisenmangel schwere Komplikationen auslösen.31

Eisenmangel und Ältere

Eisenmangel Therapie im Alter bedarf sorgfältiger Ursachenabklärung

Wenn bei einem älteren Patienten eine vollwertige oder sogar ausgleichende Ernährung auf Dauer nicht sichergestellt werden kann, sollten Vitamine und Mineralstoffe auch medikamentös eingenommen werden. Allerdings sollte man aus verschiedenen Gründen nie nach eigenem Ermessen Nährstoffergänzungsmittel einnehmen. Nährstoff-Ergänzungsmittel sollten unbedingt dem tatsächlichen Bedarf angepasst sein. Hierfür ist immer eine Abklärung beim Arzt notwendig. So sind zum Beispiel viele auf dem heutigen Markt frei verkäuflichen Nährstoffergänzungsmittel viel zu niedrig dosiert, andere zu hoch dosiert und einige sind nach neuestem wissenschaftlichen Erkenntnissen unwirksam oder sogar gesundheitsgefährdend.

Bei einem vorliegenden Eisenmangel sollten Sie auf vom Arzt empfohlene oder verordneten Eisenpräparaten zurückgreifen.

Bei gleichzeitig auftretenden Mangelzuständen, z.B. an Folsäure und Vitamin B12, kann auch der Einsatz von Mikronährstoff-Kombinationen Sinn machen. Grundsätzlich wichtig hierbei ist, dass Kombinationspräparate keine Mineralstoffe enthalten, welche mit Eisen um die Aufnahme im Darm konkurrieren.1

Bei einer diagnostizierten Eisenmangel Anämie sollte man gleichzeitig zur diagnostischen Abklärung eine orale Eisentherapie beginnen. Falls dabei eine Grunderkrankung festgestellt wird, löst die Heilung der zugrunde liegenden Erkrankung meist auch das Eisenproblem. Falls schwere akute Blutverluste vorliegen, können sogar Eiseninfusionen oder Bluttransfusionen erforderlich sein.9

  1. Nielsen P. Diagnostik und Therapie von Eisenmangel mit und ohne Anämie. 1. Aufl. 2009; UNI-MED Verlag AG Bremen
  2. DGHO Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkologie e.V., Eisenmangel und Eisenmangelanämie, www.dgho-onkopedia.de, Abruf am: 18.08.2014
  3. Nielsen P. Eisenmangel im Alter. www.eiseninfo.de, Abruf am: 02.06.2014
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