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Was ist Eisenmangel?

Der Mangel an Eisen - weltweit verbreitet und trotzdem unterschätzt

Eisen ist als essentielles Spurenelement an vielen lebenswichtigen Prozessen des menschlichen Körpers beteiligt, insbesondere an der Blutbildung. Damit diese Prozesse im täglichen Ablauf funktionieren, muss eine gewisse Menge Eisen im Körper vorhanden sein.

Unter Eisenmangel wird entsprechend eine Verminderung des Gesamtkörpereisens verstanden.

Eisenmangel ist weltweit verbreitet und eine der häufigsten Mangelerkrankungen. Für viele Menschen ist Eisenmangel nach wie vor ein ungelöstes Problem: Geschätzt sind weltweit etwa 20-25% der Weltbevölkerung – vor allem Kinder (insbesondere in den Phasen schnellen Wachstums) und Frauen (insbesondere schwangere Frauen und Frauen mit starken Monatsblutungen) - von der ausgeprägten und symptombehafteten Form, der sogenannten Eisenmangel-Anämie, betroffen.

Ein Eisenmangel entwickelt sich stufenweise. Zunächst wird auf das im Körper gespeicherte Eisen (Speichereisen) zurückgegriffen. Sind die Speicher erschöpft (Erniedrigung des Serum-Ferritins), kommt es zu einer Beeinträchtigung der Blutbildung. Diese Beeinträchtigung zeigt sich in typischen Eisenmangel Symptomen und in einem zu niedrigen Hämoglobinwert (HB-Wert), der unter dem alters- und geschlechtsspezifischen Normwert liegt.1

Was ist Eisenmangel?

Obwohl sich die Häufigkeit von Eisenmangel mit Industrialisierung und Wohlstand deutlich hat senken lassen, ist dieser auch in entwickelten Ländern wie Deutschland weit verbreitet.1

  • Vornehmlich bei bestimmten  Personengruppen. So liegt zum Beispiel die Rate dieser Mangelerkrankung in Europa bei Frauen im gebärfähigen Alter mit 20% zwei- bis viermal höher als im Gesamtdurchschnitt.2
  • Häufig als weniger stark ausgeprägter Speichereisenmangel1. Im Gegensatz zur Eisenmangel-Anämie macht dieser sich zunächst nur sehr unspezifisch bemerkbar, da der Körper versucht, sich selbst zu helfen: Er greift dabei auf seine „eisernen Reserven“ - das sogenannte Speichereisen - zurück, ohne dass einzelne Körperfunktionen bisher stark beeinträchtigt sind.1

Risikogruppen für Eisenmangel

- abhängig von Lebensphasen und
Lebensumständen -

Die größte Risikogruppe bilden Frauen im gebärfähigen Alter – allein schon durch ihre monatlichen Blut- und damit Eisenverluste. Aber auch Männer können von Eisenmangel betroffen sein, insbesondere, wenn sie in eine der unten aufgeführten Risikogruppen fallen.

Weitere Risikogruppen bei denen ein Eisenmangel auch im späteren Leben gravierende Auswirkungen haben kann sind: Säuglinge, Kleinkinder und Heranwachsende im Alter von 13 bis 15 Jahren.

Ferner verändern, wie bei allen lebenswichtigen Mikronährstoffen, auch körperliche Belange - je nach Lebensphase oder Lebensumstand - den Anspruch an die Eisenversorgung.

Die hier aufgeführten Gruppen haben ein erhöhtes Risiko einen Eisenmangel zu entwickeln.

Einen Überblick über die verschiedenen Risikogruppen für Eisenmangel erhalten Sie unter „Leben mit Eisenmangel“.

Eisenmangel Diagnose

- nur frühzeitig ist rechtzeitig -

Die Anämie (umgangssprachlich Blutarmut, Blutmangel) ist in der Arzt-Praxis ein häufiger Befund bei der Blutuntersuchung. 80 % der Anämien sind Eisenmangel-Anämien.
Anders ist es bei der beginnenden Eisenspeicherentleerung. Weder Symptome noch Routine-Untersuchungen (kleines Blutbild) deuten rechtzeitig auf eine beginnende Eisenmangel-Anämie hin, was eine hohe Dunkelziffer erklärt: Nur wenige Betroffene gehen rechtzeitig zum Arzt und lassen sich auf einen Speichereisenmangel testen.

Hinzu kommt: Die Kriterien für die Diagnose und Behandlung von Eisenmangel werden international uneinheitlich gehandhabt. In Deutschland sind sie in erster Linie nur auf die Erkennung des späten Eisenmangel-Stadiums, der Eisenmangel-Anämie, ausgelegt.1

Aus diesem Grund sollten bei der Diagnose von Eisenmangel folgende Punkte berücksichtigt werden:1

  • eine ausführliche Erhebung und Interpretation des Krankheitsbildes und der persönlichen Risikokonstellation für einen Eisenmangel.
  • der Einsatz von aussagekräftigen Laborwerten: So zeigt der Hämoglobin-Wert des kleinen Blutbildes lediglich eine Eisenmangel-Anämie an. Serum-Ferritin dagegen gilt als ein sehr früher Biomarker für absinkende Eisenspeicher und damit als bester Laborwert zur Diagnostik eines beginnenden Eisenmangels.

Von Vorteil ist es, wenn Sie selbst auf Ihre persönliche Eisenversorgung achten und sich schon bei ersten Bedenken einer Unterversorgung mit Ihrem Arzt beraten. Ein Eisenmangel-Test kann Ihnen dabei helfen, Ihr individuelles Eisenmangel-Risiko besser einzuschätzen und die Zusammenhänge zu verstehen. Gleichzeitig erhalten Sie eine Zusammenfassung aller wichtigen Aspekte, zum Beispiel als Grundlage für Ihr nächstes Arztgespräch.

Funktionen des Eisens

- [lebens]wichtig für die körperliche und geistige Entwicklung und Leistungsfähigkeit -

Eisen gehört zu den Mineralstoffen. Da es im Körper, ähnlich wie Zink, Selen etc. in Spuren vorkommt, spricht man auch von einem Spurenelement. Der menschliche Organismus ist auf die regelmäßige Zufuhr von Spurenelementen über die Nahrung angewiesen.1

Eisen ist dabei der ‚Schlüssel‘ für einen leistungsfähigen Körper, denn es ist Bestandteil vieler wichtiger Funktionseinheiten, vor allem des Hämoglobins. Dieses gibt den roten Blutkörperchen (Erythrozyten) ihre Farbe und transportiert den eingeatmeten Sauerstoff aus der Lunge über den Blutkreislauf in alle Körperzellen. Außerdem ist Eisen an unterschiedlichen Stoffwechselfunktionen beteiligt. Eisen1

  • macht uns antriebsstark und leistungsfähig
  • fördert die Konzentration,
  • hält Haut, Haare und Nägel gesund und
  • stärkt die Abwehrkräfte.

Fehlt dagegen Eisen im Körper, kommt es zu einem Eisenmangel mit körperlichen und geistigen Leistungseinbußen.

Aber auch für die geistige Entwicklung ist Eisen unerlässlich. Bei Neugeborenen und Kleinkindern spielt Eisen z.B. eine wichtige Rolle bei der Hirnreifung und hat auch generell Einfluss auf Signalübertragung zwischen den Nervenzellen. Außerdem ist die Bildung wichtiger Botenstoffe im Gehirn von Eisen abhängig. Ein Zusammenhang von Eisenmangel und der Krankheit Restless-Legs-Syndrom  gilt als nachgewiesen. Auch die Entwicklung  einer Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitäts-Störung ADHS scheint mit Eisenmangel im frühkindlichen Alter in Zusammenhang zu stehen.1

Eisenmangel Ursachen

- sensibles Gleichgewicht zwischen Eisenaufnahme und Eisenverlust -

Der Körper eines gesunden Erwachsenen enthält ca. 3-5 g Eisen. Wenn man sich vorstellt, dass unser Körper in jeder Sekunde etwa 2 Millionen rote Blutkörperchen produziert, kann man sich vorstellen, warum über 70% des Eisens zur Bildung von Hämoglobin benötigt wird. Der Rest des Eisens fließt in die Eisenspeicher - vor allem in Leber, Milz, Darmschleimhaut und Knochenmark. Das Körpereisen – also das nicht in den Eisenspeichern gebundene Eisen - befindet sich in einer Art Kreislauf und ist immer in Bewegung. Nach ca. 120 Tagen haben die roten Blutkörperchen ihre Schuldigkeit getan und werden in Milz und Leber abgebaut. Das hierbei frei werdende Eisen steht dem Eisen-Kreislauf dann wieder zur Verfügung.1

Jedoch verliert der Körper auch Eisen: täglich ca. 1-2 mg Eisen über abgeschuppte Zellen der äußeren und inneren Körperoberflächen sowie über Schweiß und Urin.

Bei Frauen im gebärfähigen Alter kommen im Normalfall noch Verluste von täglich 1-2 mg durch die Monatsblutung hinzu. Um den Bestand an Körpereisen aufrecht zu erhalten, muss dem Körper eine entsprechende Menge Eisen mit der täglichen Kost wieder zugeführt werden.1

Der Eisenstoffwechsel2

Eisenstoffwechsel

Hämosiderin = eisenhaltiger Proteinkomplex, der zum Speichereisen gezählt wird.

Transferrin = Ein in der Leber gebildetes Protein, das für den Transport von Eisen im Blutplasma verantwortlich ist.

Myoglobin = Muskelprotein, das als roter Muskelfarbstoff Sauerstoff umkehrbar bindet. Myoglobin besitzt etwa 6fach höhere Sauerstoffbindungsvermögen als Hämoglobin und dient als Sauerstoffspeicher im Muskelgewebe.

Ist das sensible Gleichgewicht zwischen Aufnahme und Verlust von Eisen gestört, zum Beispiel durch

kann sich ein therapiebedürftiger Eisenmangel entwickeln.

Eisenmangel Symptome

- wenn die körperliche und geistige Fitness nachlässt -

Bereits Müdigkeit und Abgeschlagenheit oder eine gewisse Vergesslichkeit und Konzentrationsschwäche können erste Anzeichen für einen Eisenmangel sein. Nicht selten gehen solche Symptome im hektischen Alltag unter oder finden sogar darin ihre Erklärung.
Dies ist mit ein Grund, warum in den meisten wissenschaftlichen Studien nur das Beschwerdebild der ausgeprägten Form des Eisenmangels klar umrissen ist, der Eisenmangel-Anämie.

Auch wenn z.B. Müdigkeit und Konzentrationsschwäche verschiedene Ursachen haben kann, zeigen Untersuchungen ziemlich eindeutig, dass schon ein leichter Eisenmangel (Serum-Ferritin < 20-35 µg/L) Müdigkeit  und Konzentrationsschwäche  verursachen kann. Schreitet die Eisenspeicherentleerung weiter voran, wird zunächst das im Gewebe vorhandene Eisen für die Blutbildung verwendet.

Entsprechend kann es zusätzlich zu folgenden Eisenmangel Symptomen kommen

Therapie von Eisenmangel

- möglichst natürlich und möglichst systematisch -

Die Aufnahme des Eisens ins Blut, die sogenannte Eisenresorption, wird vom Körper sehr aufwändig und präzise reguliert. Schlichtweg deshalb, weil eine Überladung mit Eisen ebenso kritisch sein kann wie ein Mangel: Je nach Versorgungslage wird die Eisenaufnahme deshalb schnell und effizient hoch oder - falls erforderlich - herunter reguliert.

Da der Regelungsmechanismus für die Eisenaufnahme sehr komplex ist, sollte man in Hinblick auf eine optimale Eisenaufnahme folgenden Themen besondere Beachtung schenken:

  • wie wir die Eisenaufnahme über die Nahrung steigern können.
  • wie das Eisen in einem Präparat zur oralen Eisentherapie zubereitet sein muss, um möglichst effizient und verträglich über den Zwölffingerdarm ins Blut zu gelangen.
  • welche Umstände bei einer Verabreichung von Eisen direkt ins Blut, über Eiseninfusionen, zu beachten sind.


Wichtig:
Eisenmangel mit und ohne Anämie ist behandlungsbedürftig und bedarf eines Arztes, der die Eisenmangel Ursachen abklärt, eine sorgfältige Diagnose stellt und die richtige Therapie  einleitet und überwacht.

Informieren Sie sich über die unterschiedlichen Therapiemöglichkeiten unter „Therapie von Eisenmangel“.

  1. Nielsen P. Diagnostik und Therapie von Eisenmangel mit und ohne Anämie. 1. Aufl. 2009; UNI-MED Verlag AG Bremen
  2. Stahl A, Heseker H. Physiologie, Funktionen, Vorkommen, Referenzwerte und Versorgung in Deutschland. Ernährungsumschau 2012; 6: 346-353
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